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UpHy II-Upscaling of green hydrogen for mobility and industry II

UpHy II setzt einen ersten großen Schritt in Richtung der erneuerbaren Wasserstoffwirtschaft in Österreich. Mit der Installation einer 10 MW PEM (Polymer-Electrolyt-Membrane) Elektrolyse zur Produktion von grünem Wasserstoff wird die Markteinführung in Verkehr und Industrie maßgeblich beschleunigt.

Ausgangssituation

In Österreich wird 35 % der Sekundärenergie im Verkehr und 29 % in der Industrie verbraucht. Dabei emittiert der Verkehr rund 30 % und die Industrie samt Energiesektor rund 44 % der Treibhausgas-Emissionen (THG). Grüner (erneuerbarer) Wasserstoff weist ein hohes Potenzial auf, fossile Energieträger in diesen Sektoren zu ersetzen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Verkehr können Brennstoffzellenfahrzeuge versorgt mit grünem Wasserstoff signifikant die THG-Emissionen senken. In der Industrie kann der aktuell fossil-hergestellte Wasserstoff durch grünen Wasserstoff ersetzt werden und damit fossil-basierte Prozesse auf eine erneuerbare Basis umgestellt werden.

Projektinhalt

Zum ersten Mal in Österreich wird UpHy II eine komplette grüne Wasserstoff-Wertschöpfungskette industriellen Maßstabs von der Herstellung, Verteilung und Nutzung in Verkehr und Industrie darstellen. Die Schlüsseltechnologien sollen unter realen Einsatzbedingungen entwickelt und hinsichtlich Verfügbarkeit, Kosten, THG-Emissionen und Energieverbrauch optimiert werden. Dies soll Synergien offenlegen, die eine effiziente Kostenstruktur und eine weitere Hochskalierung der Wasserstofftechnologie ermöglichen.

Projektverlauf

UpHy II zielt auf die Implementierung einer 10MW PEM Elektrolyse ab. Basierend auf einer technischen Ausschreibung wurden die Elektrolyseanlagen der verschiedenen Hersteller bewertet und der Bestellprozess eingeleitet. Der PEM Elektrolyseur wird am Raffineriestandort Schwechat aufgebaut und damit eine optimale Versorgungsmöglichkeit der Industrie und Mobilität sichergestellt. Zum Aufbau einer vollständigen H2 Wertschöpfungskette für die Mobilität ist auch eine Trailer Verladestation, eine H2-Logistik sowie H2-Tankstellen für Schwerlastanwendungen (LKW, Busse) in Planung. Dabei wird eine möglichst energieeffiziente Form der Wasserstoffverteilung angestrebt um eine hohe Effizienz des gesamten H2- Pfades zu erzielen. Zudem werden flexible Einbindungskonzepte des Wasserstoffes in die Industrie- bzw. Mobilitätsanwendung ausgearbeitet. Die im Rahmen von UpHy entwickelten H2- Gasanalysegeräte (Ionen-Molekül Reaktions Massenspektrometer und Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer) wurden beim Projektpartner HyCentA im neu geschaffenen Gasanalyselabor in Betrieb genommen. Damit wurde die Basis geschaffen, Qualitätsmessungen entlang der gesamten H2 Wertschöpfungskette durchzuführen und die notwendige hohe Reinheit, speziell für die Mobilitätsanwendung, sicherzustellen. Neben der Qualitätsmessung wurde vom Projektpartner HyCentA eine geeichte Mengenmessung für den mobilen Einsatz an der Tankstelle entwickelt, die im Praxisbetrieb getestet und weiter optimiert werden soll. Parallel dazu erfolgt eine Erweiterung der soziotechnischen Analyse aus UpHy I mittels erweiterter Einbindung und Befragung von Akteuren (z.B. Busflottenbetreiber) sowie einer Aktualisierung der angenommenen Daten mittels Abgleich mit Echtzeitdaten.

Meilensteine

  1. 05/2019 Entscheidung über das am Elektrolyse-Konzept auf Basis von Budgetangeboten
  2. 09/2020 Abschluss Basic-Engineering Elektrolyse
  3. 01/2021 Finale Investitionsentscheidung für 10 MW PEM-Elektrolyse
  4. 02/2021 Bestellung PEM-Elektrolyse
  5. 06/2021 Eröffnung Gasanalysenlabor beim HyCentA
  6. 09/2021 Entscheidung über Konzept für H2-Wertschöpfungskette für Mobilitätsanwendungen
  7. Q3/2023 Inbetriebnahme 10 MW-Elektrolyse
  8. Q3/2023 Inbetriebnahme H2-Mobilitätskette

"Ich bin davon überzeugt, dass grüner Wasserstoff einen einzigartigen Beitrag zu einer dekarbonisierten Welt beitragen kann und die Erzeugung von erneuerbarer Energie hervorragend ergänzt."

- ZITAT Dr. Michael-Dieter Ulbrich -

Ergebnisse

Die OMV hat die Investition in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs in der OMV Raffinerie Schwechat im Februar 2021 beschlossen. Die Investitionssumme liegt bei rund EUR 25 Mio. und wird jeweils zur Hälfte von OMV und Kommunalkredit getragen. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt im zweiten Halbjahr 2023. Ab diesem Zeitpunkt wird die 10 MW PEM Elektrolyse bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff jährlich produzieren. Eingesetzt wird der grüne Wasserstoff zur Hydrierung von biobasierten und fossile Kraftstoffen, um grauen Wasserstoff in der Raffinerie zu substituieren. Dies führt zu einer jährlichen Reduktion des OMV Carbon Footprints von bis zu 15.000 Tonnen fossilem CO2 in der Raffinerie. Parallel wurde das Konzept für eine H2-Wertschöpfungskette für die Mobilität entwickelt, die mit direkter Nutzung von grünem Wasserstoff in der Mobilität bis zu als 17 Millionen gefahrenen Bus- oder Lkw-Kilometern ohne CO2-Emissionen pro Jahr ermöglicht.

Steckbrief

Projektnummer

880763

Koordinator

OMV Downstream GmbH

Schlagwörter

Elektrolyse, Wasserstoff, Mobilität, Industrie, Logistik

Projektleitung

Dr. Michael-Dieter Ulbrich, michael-dieter.ulbrich@omv.com

Dauer

01/04/2021 - 31/03/2025

Budget

4,998,377€