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USS2030-Underground Sun Storage 2030

Im Forschungsprojekt „Underground Sun Storage 2030“ (USS 2030) wird die sichere, saisonale und großvolumige Speicherung von erneuerbarer Energie in Form von Wasserstoff in unterirdischen Gaslagerstätten entwickelt. Darüber hinaus werden alle am Projekt beteiligten Partner gemeinsam wertvolle technische und ökonomische Erkenntnisse für den Aufbau einer gesicherten Wasserstoffversorgung gewinnen.

Ausgangssituation

Wasserstoff unverzichtbar für Energiewende – Sommersonne in den Winter bringen
Um die Klimaziele und eine deutliche CO2-Reduktion erreichen zu können, braucht es diese Reduktion im gesamten Energiesektor. Zudem müssen Leistbarkeit und Versorgungssicherheit aufrechterhalten bleiben. Ohne gasförmige Energieträger mit den verbundenen Speicherkapazitäten ist die Energiewende nicht möglich.

Modellierungen des künftigen Gesamt-Energiesystems zeigen, dass in einem vollständig CO2-neutralen Energiesystem Sonnenenergie aus den Sommermonaten in die Wintermonate verschoben werden muss. Der Übertragungsnetzbetreiber APG geht für 2030 von einem saisonalen Verschiebungsbedarf von 10 Terrawattstunden/TWh pro Jahr aus, da eine hohe Leistungsunterdeckung erwartet wird.

Es ist davon auszugehen, dass diese Leistungsunterdeckung nicht immer problemlos durch Importe gedeckt werden kann, da Österreichs Nachbarländer vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Energie muss daher in großen Mengen (Ausmaß von mehreren TWh) im Sommer gespeichert werden, damit im Winter ausreichend grüne Energie für Strom, Wärme und Mobilität zur Verfügung steht. Speicherbare gasförmige Energieträger, wie Wasserstoff, stellen dabei eine hervorragend geeignete Technologie dar, diesen Jahresspeicherbedarf abzudecken.

Zur raschen und realistischen Umstellung auf eine klimaneutrale Energieversorgung braucht es also die Umwandlung von erneuerbaren Energien in großvolumig und saisonal speicherbare gasförmige Energieträger wie Wasserstoff.

Bereits die Vorgängerprojekte „Underground Sun Storage“ und „Underground Sun Conversion“ haben den Nachweis erbracht, dass ein Wasserstoffanteil von bis zu 20% in Erdgaslagerstätten gut verträglich gespeichert werden kann. Laboruntersuchungen legen nahe, dass ein Wasserstoffanteil von bis zu 100% möglich ist.

Darauf aufbauend geht das Projekt „Underground Sun Storage 2030 nun in den Realmaßstab und untersucht – unter Federführung der RAG Austria AG – die Speicherung von reinem Wasserstoff, erzeugt aus Sonnen- und Windenergie, in ehemaligen Erdgaslagerstätten im Rahmen eines Feldversuchs.

Projektverlauf

Das Projekt ist in neun Arbeitspakete aufgeteilt:

WP 1 (RAG) – Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit

WP 2 (Energieinstitut Linz) – Wissenschaftliche Begleitung und Folgenabschätzung von USS2030-Anwendungsfällen

WP 3 (EVN) – Modellierung von Stromerzeugung und Elektrolyse-Betriebsarten

WP 4 (RAG) – Einfluss von Wasserstoff auf ausgewählte Aspekte der Lagerstätte

WP 5 (Verbund) – Entwicklung der Wasserstoffaufbereitung

WP 6 (Energie AG) – Einsatzbereitschaft der Gas-Infrastruktur

WP 7 (Voestalpine) – Zuverlässige H2-Versorgung für ressourcenintensive Industrien

WP 8 (RAG) – Planung, Errichtung und Inbetriebnahme – Wasserstofferzeugung, Untergrundwasserstoffspeicherung, Wasserstoffaufbereitung

WP 9 (RAG) – Betrieb – Wasserstofferzeugung, Untergrundwasserstoffspeicherung, Wasserstoffaufbereitung

"Die Forschungsarbeit der RAG Austria AG ist weltweit einzigartig. Gemeinsam mit unseren Industriepartnern und universitären Forschungseinrichtungen ermöglichen wir zukunftsträchtige Grün-Gas-Technologien, wie die Sommersonne für den Winter zu speichern."

- ZITAT DI Stephan Bauer -

Ergebnisse

Bereits die Vorgängerprojekte „Underground Sun Storage“ und „Underground Sun Conversion“ haben den Nachweis erbracht, dass ein Wasserstoffanteil von bis zu 20% in Erdgaslagerstätten gut verträglich gespeichert werden kann. Laboruntersuchungen legen nahe, dass der Wasserstoffanteil auch bis 100% erhöht werden kann. Dies soll im USS 2030-Projekt untersucht werden.

Link zum Projekt: https://www.uss-2030.at/

Steckbrief

Projektnummer

880764

Partner

Axiom angewandte Prozeßtechnik GesmbH – https://www.axiom.at/

Energie AG Oberösterreich – https://www.energieag.at/

Energieinstitut an der JKU Linz – https://energieinstitut-linz.at/

EVN AG – https://www.evn.at/Privatkunden.aspx

HyCentA Research GmbH – http://www.hycenta.at/

K1-MET GmbH  – https://www.k1-met.com/

Technische Universität Wien, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften – https://www.vt.tuwien.ac.at/home/DE/

VERBUND – https://www.verbund.com/de-at

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Umweltbiotechnologie – https://boku.ac.at/ifa-tulln

voestalpine Stahl GmbH – https://www.voestalpine.com/stahl/

Schlagwörter

Wasserstoff Saisonausgleich erneuerbar Sonnenenergie

Projektleitung

DI Stephan Bauer, stephan.bauer@rag-austria.at

Budget

8,845,000€