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AC/DC-Automatic Charging / Dynamic Charging

Automatisierte konduktive Ladetechnologien für E-Fahrzeuge bieten viele Vorteile gegenüber bisher üblichen manuellen Steckverbindungen und erscheinen vielversprechend für eine breite Anwendung: große Spannbreite der Ladeleistung bis 150kW, bedienungsfreundlich, wenig Platzbedarf im Straßenraum, fahrzeugunabhängig einsetzbar, sicher sowie die Voraussetzung für autonomes Fahren.
Der automatisierte Laderoboter von VOLTERIO wurde von allen gefragten OEMs als State-of-the-Art deklariert. Die Einbettung dieses Laderoboters in den Straßenraum ist eine noch nie erprobte Weiterentwicklung und der nächste Schritt zu einer automatisierten Ladung von E-Fahrzeugen, auch im öffentlichen Straßenraum.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung automatisierter Ladetechnologien für Fahrzeugflotten mit E-Fahrzeugen sowie deren Integration in Energienetze, Last- und Lademanagementsysteme sowie Fuhrparkmanagementsysteme. Idealerweise soll die lokal und dezentral produzierte, erneuerbare Energie – unter besonderer Berücksichtigung der Netze (netzdienliche Betriebsphasen) – vor Ort und zeitnah konsumiert werden. Durch (1) ein intelligentes Lastmanagement der Ladeinfrastruktur die gekoppelt ist mit einer PV-Anlage (= Sektorenkopplung) und (2) einer großen Anzahl von Abnehmern vor Ort (in Form von E-Autos – eingebettet in ein Fuhrparkmanagementsystem) insbesondere auf Betriebsgeländen für Firmenflotten, kann dies mittels einer Demonstrationsanalage umgesetzt werden. Dadurch kann der Eigenverbrauchsanteil einer PV-Anlage (oder anderer erneuerbarer Energiequellen) noch weiter – und ohne zusätzlichen, kostenintensiven Batteriespeicher – erhöht werden. Das Gesamtkonzept fördert somit eine bessere Nutzung erneuerbarer Energiequellen und eine breite Nutzung von E-Fahrzeugen für mehrere Zielgruppen (Betriebe, Car-Sharing, Taxi, Privatkunden), wodurch eine Steigerung der Energieeffizienz und die Senkung von Treibhausgasemissionen zu erwarten ist. Zusätzlich adressiert das Projekt die intelligente Vernetzung von Ladesäulen und nutzt damit Flexibilitäten in Energieverteilung und -verbrauch. Bei erfolgreicher Demonstration ist eine Übertragbarkeit des Gesamtsystems auf Firmenflotten vorgesehen (PV-Anlage, Ladeinfrastruktur am Betriebsgelände, E-Fahrzeugflotten sowie integrierte Managementsysteme für Fahrten und Infrastruktur). Eine Ausweitung auf weitere Zielgruppen (Car-Sharing, e-Taxis, Laden für Bewohner im öffentlichen Raum) wird untersucht. Die automatisierte Ladelösung ohne Ladesäule ermöglicht eine einfachere Umsetzbarkeit von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum (Platzbedarf, Ortsbild usw.) und dient als Wegbereiter für das Autonome Fahren.

©Klimafonds/Krobath
Ladestation für Elektroautos.Steigerung der Attraktivität von E-Fahrzeugen sowie Senkung der Emissionen durch vernetzte und automatisierte Ladevorrichtungen.

Ausgangssituation

Der Verkehrssektor stellt eine hohe Umweltbelastung dar: Mit 23,7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent und damit einem Anteil von 45,8 Prozent war der Verkehrssektor im jüngsten Klimaschutzbericht der Umweltbundesamt GmbH der größte Verursacher von Treibhausgas-Emissionen außerhalb des Emissionshandels. Wir benötigen eine Mobilitätswende. Die Autoindustrie muss einen radikalen Prozess des Umdenkens starten und die Elektromobilität bietet eine mögliche Lösung, um diese Belastung zu verringern. Allerdings braucht es smarte und nachhaltige Mobilitätskonzepte, um Elektromobilität in das Energiesystem von morgen zu integrieren.

Projektverlauf

Inhaltlicher Projektstart am 23.06.2021 durch das virtuelle Kick-Off Event mit allen Projektpartnern und Anlauf von Arbeitspaket-internen Meetings. Des weiteren werden im monatlichen Rhythmus Jour fixe für den stetigen Austausch und Gewährleistung des Projektfortschritts abgehalten. Hinzu kommt die Abgabe des ersten Zwischenberichts im Oktober 2021. Im April 2022 konnten die ersten Mock-ups für das Buchungssystem fertiggestellt werden.

 

 

Meilensteine

  1. M1.1 Kick-Off
  2. M1.2 Interim status report 1
  3. M2.1 Defined system boundaries as well as technical, legal and customer requirements
  4. M3.2 Developed concept for graphical user interface

"Die Entwicklung von automatisierten Ladelösungen für Elektroautos, die diskret in der Fahrbahn eingebettet werden, stellt - durch die besonders hohe Benutzerfreundlichkeit - eine große Chance der Elektromobilität als Ganzes sowie für die Einführung von automatisiertem, lastorientiertem Laden im Speziellen, dar."

- ZITAT Mag. Doris Wiederwald -

Ergebnisse

Erfolgreiche Erstellung von Mock-ups für das Buchungssystem der Fahrzeugflotte auf Basis der Evaluierung und Analyse von Endnutzerbedürfnissen.

https://greenenergylab.at/projects/ac-dc-automatic-charging-dynamic-charging/

 

  • DW Foto

    Mag. Doris Wiederwald

    Doris Wiederwald ist Projektleiterin im Bereich Smart Mobility bei der Grazer Energieagentur. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung nationaler und internationaler Projekte, Strategieentwicklung, Evaluierung sowie Prozess- und Innovationsbegleitung.

    wiederwald@grazer-ea.at

  • birgit.k_6236_002-300x300

    DI Dr. Birgit Kohla

    Grazer Energieagentur Ges.m.b.H.

    Birgit Kohla ist seit 2017 Bereichsleiterin für Smart Mobility bei der Grazer Energieagentur und hat ihren fachlichen Schwerpunkt in den Bereichen energieeffiziente Mobilität, Smart City und neue Technologien. Sie absolvierte das Diplomstudium Landschaftsplanung und Landschaftspflege, sowie das Doktoratsstudium im Fach Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur Wien und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität für Bodenkultur Wien und an der Technischen Universität Graz tätig.

    kohla@grazer-ea.at

  • Pommer_Foto

    Alexander Pommer MSc

    Grazer Energieagentur Ges.m.b.H.

    Alexander Pommer ist Absolvent des Master-Studiengangs Energy and Transport Management auf der FH Joanneum in Kapfenberg, arbeitet seit Mitte Mai 2021 als Projektleiter im Bereich Smart Mobility bei der Grazer Energieagentur und unterstützt unter anderem im Projekt AC/DC. Er beschäftigt sich außerdem mit den neuesten Entwicklungen und Innovationen rund um das Thema Elektromobilität

    pommer@grazer-ea.at

  • Mag. Josef Neuhold

    Energie Graz GmbH & Co KG

    Ursprünglich aus dem internationalen Motorrennsport kommend, bringt er durch die über 10-jährige Tätigkeit im Bereich der e-Mobilität als Verantwortlicher in der Energie Graz ein tiefgehendes Verständnis und viel Erfahrung in das Projekt mit ein. Er hat in der Umsetzung der Projekte: Modellregion Graz, KombiMo I-III (tim Graz), udgl. federführend mitgewirkt. Zudem ist er einer der Mitgründer des österreichweiten Bundesverbands Elektromobilität (BEÖ), sowie der Vertreter der Energie Graz im neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen „E-VO eMobility GmbH“.

    j.neuhold@energie-graz.at

  • Foto Lisa Wimmer

    Lisa Wimmer BSc

    Energie Graz GmbH & Co KG

    Lisa Wimmer ist Absolventin des Bachelorstudiengangs „Energie-,Verkehrs- und Umweltmanagement“ an der FH Joanneum in Kapfenberg und unterstützt die Energie Graz seit Mitte Februar 2022 im Bereich Elektromobilität, unter anderem bei der Projektkoordination- und Organisation des Projektes AC/DC. Weitere Aufgabenbereiche sind die Mitwirkung bei der Produktentwicklung für die notwendige Ladeinfrastruktur in Wohnanlagen und die Abwicklung & Entwicklung von Vertriebskooperationen.

    l.wimmer@energie-graz.at

  • Foto Klaus Kienzl_zugeschnitten

    DI Klaus Kienzl

    ilogs mobile software GmbH

    Nach dem Studium der Informatik war Klaus Kienzl zunächst bei Siemens beschäftigt. Anschließend absolvierte er verschiedene Lehrtätigkeiten an der Universität Klagenfurt und HTL Villach. Seit 1999 ist er selbständig und Gründer verschiedener Unternehmen wie InterCon GmbH, ilogs mobile software GmbH oder ilogs drivebox GmbH.

    klaus.kienzl@ilogs.com

  • Foto Cornelia Sicher

    Dipl.-Ing. Mag. Dr. Cornelia Sicher

    ilogs mobile software GmbH

    Cornelia Sicher absolvierte das Studium der Angewandten Betriebswirtschaft an der Universität Klagenfurt; während ihrer Tätigkeit als Consultant für KMU absolvierte sie das Studium der Angewandten Informatik. Im Rahmen der Forschungsarbeit als Universitätsassistentin an der Universität Klagenfurt, promovierte sie im Schwerpunkt Öffentliche Betriebswirtschaftslehre und blieb bis 2020 Senior Scientist am Institut für Public Management mit Nebentätigkeiten als GF der Public Pixel GmbH (3 Jahre, Miteigentümerin), bzw. 10 Jahre als Projektleiterin bei ilogs mobile software GmbH. Sie hat eine laufende Lehrtätigkeit an der Universität Klagenfurt und arbeitet derzeit Vollzeit in der ilogs mobile software GmbH.

    cornelia.sicher@ilogs.com

  • TU Graz, Roboter E-Ladestation, E-Tankstelle

    Dipl. Ing. Helmut Brunner

    Technische Universität Graz

    Helmut Brunner ist wissenschaftlicher Projektleiter im Forschungsbereich Automotive Mechatronik am Institut für Fahrzeugtechnik der TU Graz. Seit 2016 leitet er den Forschungsbereich Transport Innovations & Environment. Dessen Schwerpunkt liegt in der gesamtheitlichen Betrachtung zukünftiger Mobilität speziell im urbanen Raum. Hierzu gehören die Evaluierung zukünftiger Anforderungen an gesamtheitliche Mobilitätslösungen, die konzeptionelle Entwicklung von Fahrzeugen und Technologien für Mobilität, und auch die Berücksichtigung realer Nutzungsbedingungen und Effekte über deren gesamten Lebenszyklus. Ein Schwerpunkt des Forschungsbereiches liegt in der Entwicklung automatisierter Ladesysteme für E-Fahrzeuge.

    helmut.brunner@tugraz.at

  • Foto Christian Flechl

    Dipl.-Ing. Christian Flechl

    VOLTERIO GmbH

    Christian Flechl hat Elektrotechnik und Wirtschaft an der TU Graz studiert und ist seit 2016 Geschäftsführer der VOLTERIO GmbH.

    c.flechl@volterio.com

Steckbrief

Projektnummer

880795

Koordinator

Grazer Energieagentur Ges.m.b.H.

Partner

Energie Graz GmbH & Co KG
www.energie-graz.at

ilogs mobile software GmbH
www.ilogs.com

Technische Universität Graz
www.tugraz.at

Volterio GmbH
www.volterio.com

Schlagwörter

Smart charging, Lademanagement, Fuhrparkmanagement

Projektleitung

Mag. Doris Wiederwald, wiederwald@grazer-ea.at

Dauer

01/10/2020 - 30/09/2023

Budget

1,091,118€