WIVA P&G

Energieinstitut an der JKU Linz

Das Sondierungsprojekt WIVA P&G zeigt auf, wie eine Wasserstoff-basierte Vorzeigeregion funktionieren und optimal umgesetzt werden könnte. Dabei wurde ein großer Wert auf reale Verknüpfungen und systemübergreifenden Bündelungen von bestehende Power-to-Gas-Leuchttürmen und neuen Innovationslabors gelegt.

Ausgangssituation

Für die Weiterentwicklung des europäischen und des österreichischen Energiesystems bedarf es aus einer Vielzahl von ökologischen und ökonomischen Gründen einer verstärkten Integration und Implementierung von erneuerbarem Wasserstoff und daraus generierten weiteren Kohlenwasserstoffen wie Methan. Österreich als zentrale Energiespeicherregion, Knotenpunkt im Energietransport und bedeutender Standort für erneuerbare Energieträger ist perfekt geeignet zur Demonstration einer österreichischen Energie-Vorzeigeregion, die stark vernetzt die Umstellung des Systems auf erneuerbaren Wasserstoff veranschaulicht.

Projektverlauf

Im Sondierungsprojekt WIVA P&G wird durch ein übergeordnetes Gesamtkonzept erarbeitet, wie die Wasserstoff-basierte Vorzeigeregion aufbauend auf der intelligenten Vernetzung der bestehenden laufenden und geplanten Projekte optimal umgesetzt werden kann. Herzstück der Vorzeigeregion ist die virtuelle und reale Verknüpfung und systemübergreifende Bündelung bestehender Wasserstoff- und Power-to-Gas-Leuchttürme und die Addition neuer im Innovationslabor initiierter Projekte (Reduktion von White Spots), die ein vollständiges Bild eines Wasserstoff-basierten erneuerbaren Energiesystems ergeben. Diese Vernetzung stellt eine fundamentale Basis für das Charakteristikum einer großflächigen, international repräsentativen Energie-Vorzeigeregion dar.

Meilensteine

  1. Projektstart: 01.07.2016
  2. Projekt abgeschlossen: 31.05.2017

"Die Energiewirtschaft ist in einem stetigen Umbruch. Die Umstellung auf erneuerbare, fluktuierende Energieträger benötigt neue Zugänge. Erneuerbare gasförmige Energieträger werden bei der Umstellung eine entscheidende Rolle spielen. Da diese in Österreich produziert und verwendet werden können, verringert sich durch die Umstellung die Importabhängigkeit und erhöht sich die inländische Wertschöpfung. Österreichische Unternehmen können in den kommenden Jahren sowohl als Anlagenkomponentenhersteller als auch als Anwender eine wichtige, vorzeugbare Rolle spielen."

- ZITAT DI Dr. Horst Steinmüller -

  • © Energieinstitut an der JKU Linz

    DI Dr. Horst Steinmüller

    Geschäftsführer & Leiter der Abteilung für Energietechnik - Energieinstitut an der JKU Linz

    Dipl.-Ing. Dr. Horst Steinmüller ist seit der Gründung des Energieinstitutes an der Johannes Kepler Universität Linz dessen Geschäftsführer. Seit seinem Berufseinstieg im Jahr 1979 beim Industrieanlagenbau der Voestalpine in Linz beschäftigt sich Dr. Steinmüller mit Fragen des Energie-, Qualitäts- und Umweltmanagements in den unterschiedlichsten Positionen. Ob als Abteilungsleiter im Chemieanlagenbau, als Business Administration Manager der btF (biotechnologische Forschungsgesellschaft der Austrian Industries), als Geschäftsführer der Österreichischen Vereinigung für agrarwissenschaftliche Forschung (ÖVAF) oder als Konzessionsinhaber des TB für technische Chemie, sah und sieht Dr. Steinmüller seine Aufgabe in der Erarbeitung und Umsetzung von Strategien, die dem Prinzip der Nachhaltigen  Entwicklung entsprechen. Hierzu gehören insbesondere der sorgsame Umgang mit Ressourcen und die Forcierung nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energieträger.

    steinmueller@energieinstitut-linz.at

  • © Energieinstitut an der JKU Linz

    Dr. Robert Tichler

    Stv. Geschäftsführer - Energieinstitut an der JKU Linz

    Nach Abschluss seines Studiums ist DI Dr. Horst Steinmüller seit Mai 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Energieinstitut an der JKU Linz. Robert Tichler hat im Oktober 2008 über das Thema „Optimale Energiepreise und Auswirkungen von Energiepreisveränderungen auf die oberösterreichische Volkswirtschaft“ promoviert und im Zuge der Dissertation das makroökonometrische Simulationsmodell MOVE entwickelt. In den Jahren 2008 und 2009 war Robert Tichler auch am Institut für Betriebliche und Regionale Umweltwirtschaft der JKU tätig. Seit 2008 ist er Projektleiter des Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz und Lektor des Universitätslehrgangs Energiemanagement. Seit dem Jahr 2013 fungiert Robert Tichler auch als Stellvertretender Geschäftsführer des Energieinstituts an der JKU Linz und in dieser Funktion ist er für die Bereiche Budgetplanung und Projektkoordinierung zuständig, weiters koordiniert er die österr. Plattform Power-to-Gas und die Wasserstoffinitiative Österreich mit.

    tichler@energieinstitut-linz.at

  • © Karin Daninger

    Assoc. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Klell

    Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter - HyCentA Research GmbH

    Assoc.Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Klell ist Geschäftsführer der HyCentA Research GmbH, des ersten österreichischen Forschungszentrums für Wasserstoff. Seit 1984 mit Unterbrechungen und Auslandsaufenthalten: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung und Lehre am Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der Technischen Universität Graz. Ab 2011 Lehrbefugnis für das Fach „Angewandte Thermodynamik“an der Technischen Universität Graz.

    klell@hycenta.at

  • © Karin Daninger

    Dipl.-Ing. Dr. techn. Alexander Trattner

    Technischer Leiter - HyCentA Research GmbH

    Herr Dipl.-Ing. Dr.techn. Alexander Trattner ist seit November 2015 technischer Leiter der HyCentA Research GmbH und beschäftigt sich im Rahmen seiner Tätigkeiten mit Forschungs- und Entwicklungsthemen der Herstellung, Verteilung, Speicherung und Anwendung von Wasserstoff in Verbrennungskraftmaschinen und Brennstoffzellen. Zuvor war er, im Zeitraum von 2009 bis 2015, als Universitäts-Assistent und Projektleiter am Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der Technischen Universität Graz tätig. Dort hat er seine Dissertation mit Auszeichnung abgeschlossen, koordinierte zahlreiche nationale und internationale Forschungsprojekte, war mehrere Jahre in der Lehre für Thermodynamik tätig und ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Vor der Zeit am Institut hat er im Zeitraum von 2003 bis 2009 sein Maschinenbau-Studium abgelegt und war parallel hierzu zwei Jahre in der AVL als Applikateur in der Emissionsentwicklung Ottomotoren und zwei Jahre als Studienassistent sowie Projektmitarbeiter am Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der Technischen Universität Graz beschäftigt.bH

    trattner@hycenta.at

Steckbrief

Projektnummer

855835

Koordinator

Energieinstitut an der JKU Linz

Projektleitung

DI Dr. Horst Steinmüller

Partner
Schlagworte

Umstellung auf ein nachhaltiges Energiesystems

Wasserstoffwirtschaft

Grünes Methan

Chemische Speicherung

Projektdauer

01.07.2016 – 31.05.2017