OÖ4Industry

AIT Austrian Institute of Technology GMBH

In diesem Projekt soll mittelfristig durch ein effizientes Zusammenspiel von Energieerzeugung und -verbrauch, Systemmanagement und Speicherung die Region Oberösterreich  vorwiegend durch erneuerbare Energieträger versorgt werden.

Ausgangssituation

Vor dem Hintergrund des EU-Zieles der vollständigen Dekarbonisierung der Industrie ergeben sich vielfältige Herausforderungen, welche nur durch die Schaffung überregionaler und multidisziplinärer Innovationsstrukturen und durch systemübergreifende Bündelung von Einzelmaßnahmen unter einer gemeinsamen Gesamtstrategie gelöst werden können.

Projektverlauf

Das Projekt OÖ4Industry zielt mittelfristig darauf ab, die Region OÖ unter Einsatz innovativer heimischer Energietechnologien als international sichtbarer Vorzeigestandort für eine energieeffiziente, vorwiegend auf erneuerbaren Energieträgern basierende Produktion zu etablieren. Die im Anschluss an die Sondierung umzusetzenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden demonstrieren, dass die produzierende Industrie durch ein effizientes Zusammenspiel von Energieerzeugung und -verbrauch, Systemmanagement und Speicherung in einem absehbaren Zeithorizont die Energie nicht nur effizienter einsetzt, sondern überwiegend durch erneuerbare Energie versorgt wird.

Meilensteine

  1. Analyse regionaler Strukturen und Darstellung des regionalen Innovationspotentials
  2. Einbindung wesentlicher Stakeholder in der Region und gemeinsame Definition von Anforderungen an die Infrastruktur in der Vorzeigeregion
  3. Analyse von Leuchtturmprojekten und Darstellung der ökonomischen, sozialen, rechtlichen und ökologischen Auswirkungen
  4. Darstellung eines wirtschaftlichen und organisatorischen Gesamtkonzepts für die Umsetzung der Vorzeigeregion

"Unser Ziel in dem Projekt ist es, gemeinsam mit den Unternehmen der Vorzeigeregion einen interdisziplinären Ansatz zur Dekarbonisierung des Energiesystems zu erarbeiten."

- ZITAT DI Dr. Klemens Marx -

Ergebnisse

Oberösterreich ist das flächenmäßig viertgrößte Bundesland und trägt mit einem Anteil von 25,1% am österreichischen Gesamtexport, bei lediglich 16% Gesamtbevölkerungsanteil, wesentlich zum Erfolg des Standortes Österreich bei. Der wirtschaftliche Erfolg Österreichs ist damit eng an die Wettbewerbsfähigkeit der Region Oberösterreich gekoppelt. Insbesondere die produzierende Industrie ist Stütze der Wirtschaft aber zugleich, mit rund 43% Anteil am Endenergieverbrauch in OÖ, auch wesentlichster Energiekonsument und Treibhausgasemittent.
Wesentliche Stakeholder in der Region wurden mit überwiegend positiver Resonanz über das Vorhaben der Vorzeigeregion informiert. Viele neue Unternehmen für die Umsetzung der Vorzeigeregion wurden gewonnen

  • © AIT/Zinner

    DI Dr. Klemens Marx

    Scientist am AIT Austrian Institute of Technology

    DI Dr. Klemens Marx ist seit 2015 als Scientist im Center for Energy der AIT Austrian Institute of Technology GMBH tätig und beschäftigt sich insbesondere mit Forschungsfragestellungen im Bereich Energieeffizienz und Integration neuer Energietechnologien in industrielle Prozesse. DI Dr. Marx ist promovierter Verfahrenstechniker und hat Maschinenbau mit Schwerpunkt Energietechnik, Alternative Energiesysteme und thermische Turbomaschinen an der Technischen Universität Wien studiert

    klemens.marx@ait.ac.at

  • © AIT/Ludwig Schedl

    DI Dr. Thomas Fleckl

    Head of Business Unit

    DI Dr. Thomas Fleckl leitet seit 2015 das Geschäftsfeld Sustainable Thermal Energy Systems im Center for Energy der AIT Austrian Institute of Technology GMBH. Zuvor war er seit 2010 als Thematischer Koordinator am AIT verantwortlich für die Planung und Durchführung von Forschungsprojekten im Bereich Erneuerbarer Wärme- und Kühltechnologien. DI Dr. Fleckl hat umfangreiches Know-how im Bereich der Wärmepumpentechnologie und ist ein erfahrener Projektmanager mit mehr als 15 Jahren profunder Erfahrung im Management von Forschungsaktivitäten. Er ist zudem Vortragender an der FH für Urbane Energietechnologien in Wien und Autor zahlreicher Publikationen. Seit 2014 ist er Mitglied in der EHPA Arbeitsgruppe „Industrial and Commercial Heat Pumps“. Thomas hat Technische Physik an der Technischen Universität Graz studiert und hat im Bereich der Verbrennungsdiagnostik dissertiert.

    thomas.fleckl@ait.ac.at

  • © AIT/Johannes Zinner

    DI Dr. Tanja Tötzer

    Scientist

    DI Dr. Tanja Tötzer ist Scientist im Center for Energy, Geschäftsfeld „Sustainable Buildings and Cities“ der AIT Austrian Institute of Technology GMBH und verfügt als Projektleiterin und -mitarbeiterin über Erfahrung in der Analyse räumlicher Systeme sowie in der Unterstützung von partizipativen Planungsprozesse in Regionen, die mit grundlegenden Veränderungen z.B. aufgrund des Klimawandels konfrontiert sind.

    tanja.toetzer@ait.ac.at

  • © AIT/Johannes Zinner

    Dr. Michael Hartl

    Research Engineer

    Dr. Michael Hartl ist seit 2011 als Scientist im Center for Energy der AIT Austrian Institute of Technology GMBH tätigt und beschäftigt sich in Forschungsprojekten vor allem mit der dynamischen Simulation von Solarthermie- und Wärmepumpensystemen mit einem besonderem Schwerpunkt auf Großwärmepumpen. Dr. Hartl ist Autor einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen und ist bereits mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet worden. Dr. Hartl hat Ökoenergietechnik an der FH studiert, und sein Doktorat der technischen Wissenschaften an der TU Wien erworben. Er war als Projektassistent an der Technischen Universität Wien beschäftigt und hat in dieser Funktion insbesondere Auslegungsberechnungen von Dampferzeugern und Komponenten von Dampferzeugern durchgeführt.

    michael.hartl@ait.ac.at

  • Dr. Simon Moser

    Projektleiter am Energieinstitut

    Simon Moser hat an der JKU Linz sein Doktorat in Volkswirtschaftslehre abgeschlossen. Über seine Arbeiten in den Bereichen Energieeffizienz und Energienetze kam Simon Moser zu den Themen industrielle Energieeffizienz bzw. Abwärmenutzung, in denen er sich umfangreiches Know-How zu den systemischen Wirkungen aneignete. Gemeinsam mit seiner Kollegin Andrea Kollmann wurde Simon Moser mit dem Smart Grids Award 2012 ausgezeichnet.

    moser@energieinstitut-linz.at

  • Mag. Marie-Theres Holzleitner

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Marie-Theres Holzleitner hat das Studium der Rechtswissenschaften an der JKU Linz mit dem Schwerpunkt Internationales Recht abgeschlossen. Derzeit absolviert Frau Holzleitner das Doktoratstudium der Rechtswissenschaften sowie den Masterstudiengang Web Sciences. Seit Oktober 2015 ist Frau Holzleitner Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung des Energieinstituts an der JKU und beschäftigt sich mit rechtlichen Fragestellungen aus dem Energierecht, insbesondere mit den Rechtsbereichen Fernwärme bzw. Abwärmenutzung, Cybersecurity sowie Klimaschutz.

    holzleitner@energieinstitut-linz.at

  • DI Dr. Robert Höller

    Professor für Erneuerbare Energie

    Herr DI Dr. Robert Höller wurde 1969 in Salzburg geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Salzburg absolvierte er das Studium der Technischen Physik an der TU Graz. Anschließend arbeitete er in einem Zivilingenieurbüro für Maschinenbau in Graz. Im Jahr 1997 erhielt er ein Stipendium der japanischen Regierung, das ihm die Durchführung seine Dissertation an der Kyoto University im Bereich Energy Science ermöglichte. Dr. Höller arbeite anschließend bis 2004 bei der Japan Aerospace Exploration Agency in Tokio an der Entwicklung von Algorithmen zur Satellitenfernerkundung der Atmosphäre.
    Zurück in Österreich arbeitete er zuerst am Umweltbundesamt in Wien als Projektleiter und Experte. Anschließend arbeitete er bei der OMV am Aufbau der Erneuerbaren Energien mit, und war als Energieexperte im OMV Future Energy Fund und bei OMV Power International als Projektleiter tätig. In dieser Funktion war er insbesondere für die Entwicklung eines 13 MW PV Projektes in Rumänien und eines 50 MW solarthermischen (CSP) Kraftwerkes in der Türkei verantwortlich. Außerdem war er Mitarbeiter des Projektteams für einen 45 MW Windpark in Rumänien. Dr. Höller war vor seinem Eintritt in die FH OÖ noch bei ILF Beratende Ingenieure als Projektleiter für mehrere Photovoltaikprojekte in Österreich, Dubai und Rumänien tätig.

    robert.hoeller@fh-wels.at

  • DI Dr. Georg Aichinger

    Professor für Wärmetechnik

    Dr. Georg Aichinger ist Experte für numerische Thermo- und Fluiddynamik an der FH Wels. Er dissertierte am Inst. für Verfahrenstechnik der TU Graz und bekam ein Fulbright Stipendium für 2 Jahre in den USA. Bei der heutigen Fa. Primetals war er CFD- und Inbetriebnahme Technologe im Zuge der Entwicklung neuer Roheisenverfahren von der Laboranlage bis zur Großanlage.

    georg.aichinger@fh-wels.at

  • Dipl.-Ing. Dr. Irmela Kofler

    Area Manager Hochtemperaturmetallurgie und Energieoptimierung

    Irmela Kofler leitet Projekte in der Forschungsarea 2 Hochtemperaturmetallurgie (Hochofen, Konverter, ESR, …) und Area 3 Prozess- und Energieoptimierung (Strangguss, Energierückgewinnung, …). Nach Abschluss ihres Studiums in technischer Chemie an der Technischen Universität Graz mit dem Schwerpunkt auf Verfahrenstechnik hat sie ihre Dissertation mit dem Thema synthetische Biotreibstoffe verfasst. Erste Erfahrungen in den Bereichen Metallurgie und Energierückgewinnung sammelte sie während der Entwicklung einer neuen Prozesslinie zur primären Konverterentstaubung, einschließlich einer Wärmerückgewinnungs- und einer Filtereinheit.

    irmela.kofler@k1-met.com

  • DI Christian Maurer

    Cluster-Manager Umwelt, Cleantech Cluster

    Dipl.-Ing. Christian Maurer hat an der Montanuniversität Leoben „Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling“ studiert. Nach Abschluss seines Studiums  war er als Projektleiter bei einem oberösterreichischen Industrieanlagenbau Unternehmen bei Kraftwerksprojekten in Deutschland, Schweden und den Niederlanden tätig.  2013 wechselte er als Projektmanager in den Mechatronik Cluster der Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH und war dort für den Anlagenbaubereich zuständig. Seit Juli 2016 leitet er als Cluster-Manager den Cleantech-Clusters (ehemals Umwelttechnik-Cluster) der Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH und ist hier für die umweltrelevanten Technologien zuständig.

    christian.maurer@biz-up.at

  • Ing. Hubert Pauli, PMSc

    Stabstelle Energieerzeugung - Energieoptimierung

    Ing. Hubert Pauli, PMSc ist bei der LINZ STROM GmbH als Stabstelle Energieerzeugung – Energieoptimierung beschäftigt. In seiner Tätigkeit beschäftigt er sich mit Umbaumaßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung, Revitalisierung, Aufbau von Leittechnik und thermodynamische Begleitung von Projekten.

    h.pauli@linzag.at

  • Roland Fischer

    Geschäftsführer Fischer-Brot GmbH

    Roland Fischer ist einer der drei Geschäftsführer bei Fischer-Brot GmbH. Fischer Brot, ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Unternehmenssitz in Linz sowie mit mehr als 350 MitarbeiterInnen an vier Standorten, produziert seit beinahe (Gegr. 1958) sechs Jahrzehnten erstklassige Backwaren. Die effiziente Nutzung der in der Produktion eingesetzten Energie ist für Roland Fischer von besonderen Interesse so wurden, durch Ihn initiiert, an den vier Standorten des Unternehmens eine Vielzahl von Energieeffizienzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt.

    r.fischer@fischer-brot.at

  • DI Josef Postl

    Geschäftsführer der Energie AG Oberösterreich Wärme GmbH

    Dipl.-Ing. Josef Postl ist seit Oktober 2015 einer der Geschäftsführer der Energie AG Oberösterreich Wärme GmbH. Er hat langjährige Erfahrung im Wärmebereich und ist seit 2010 in der Energie AG Wärme beschäftigt, wo er als Leiter der Abteilung Projektentwicklung begonnen hat. Herr Dipl.-Ing. Josef Postl hat maßgeblich zur Entwicklung des Fernwärmeprojektes in Steyr beigetragen. Dort war er bis April 2016 Geschäftsführer der Gesellschaft Fernwärme Steyr GmbH.

    josef.postl@energieag.at

Steckbrief

Projektleitung

DI Dr. Klemens Marx

Partner
Schlagworte

Dekarbonisierung der Industrie, Energieeffizienz in der produzierenden Industrie, Oberösterreich

Projektdauer

07.2016 – 03.2017

Projektbudget (Gesamtkosten

282.874 €